Bedrohungen der Meeresschildkroeten

Natuerliche Bedrohungen

Raubtiere sind die Hauptbedrohung fuer Meeresschildkroeten. Streunende Hunde, Leguane, Warane, Schakale, Wildschweine, Mungos, verschiedene Ameisenarten und Krabben koennen als natuerliche Feinde fuer Schildkroeteneier am Niststrand sein. Killerwale/Orcawale, Haie und andere Rifffische und Seevoegel sind es im Meer. Manchmal koennen auch unwegsame Wetterbedingungen wie Stuerme, Tornados, Duerre und das El Nino Phaenomaen die Schildkroetennester beschaedigen.

Bedrohung durch den Menschen

Heutzutage sind Seeschildkroeten in grosser Gefahr wegen der zunehmenden Zerstoerung durch den Menschen. Einige haben wir hier aufgelistet:

• Toeten zum Essen

Meeresschildkroeten gelten in vielen Laendern als Delikatesse. In Sri Lanka ist das Schlachten dieser Tiere in vielen Kuestenregionen Tradition. Das Schlachten der eierlegenden Weibchen reduziert die Schildkroetenbevoelkerung enorm. Lebende Schildkroeten die sich in Fischernetzen verfangen, werden
ebenfalls von den Fischern geschlachtet.

Toeten wegen des Panzers
Die hochgefaehrdete Hawksbill Schildkroete wird in vielen Teiler der Erde wegen ihres schoenen Panzers getoetet um hiervon das seltene Schildpatt herzustellen. Wenn der Koerper vom Panzer getrennt wird, stirbt die Schildkroete. Synthetische Materialien mit aehnlichen Farbschattierungen sind mittlerweile ueberall erhaeltlich um das rare Schildpatt der Hawksbill Schildkroeten zu ersetzen.


Eier sammeln
Eines der Hauptgruende fuer das Aussterben der Schildkroeten ist jedoch das illegale Wildern von Schildkroeteneiern. Wenn die weiblichen Schildkroeten an Land kommen, um ihre Eier abzulegen, sind sie eine leichte Beute fuer Eiersammler, die sie wieder ausgraben und verkaufen. Alle Meeresschildkroetennester in Sri Lanka werden wegen ihrer Eier geraeubert, es sei denn es wurde ein Schutzprogramm aufgestellt. Die Eier werden fuer den Konsum auf Maerkten oder an Schildkroetenfarmen weiterverkauft.

Gefangene Schildkroeten
Ein Grossteil der Meeresschildkroeten wird Opfer unserer modernen Fangmethoden. Ueber 5000 Schildkroeten verfangen sich jaehrlich in den Zug- und Bodennetzen in Sri Lanka. Shrimpsnetze und Angelhaken koennen starke Verletzungen der Meeresschildkroeten verursachen.

Nicht-wissenschaftliche Schildkroetenstationen
Wenn sie einmal im Meer sind, schwimmen die Schluepflinge konstant gegen die Wellen in einem Zeitraum von 24 bis 48 Stunden ohne zu fressen. In dieser Periode ernaehren sie sich selbst noch von den Ueberbleibseln aus dem Ei. Viele Schluepffarmen in Sri Lanka halten die Schluepflinge fuer bis zu 3 Tagen in Becken. Wenn die Schluepflinge laenger in den Becken gehalten werden (3-4 Tage), verbringen sie die ersten Tage nur mit konstantem Schwimmen ohne gefuettert zu werden. Am dritten Tag veraendert sich das Verhalten der Jungen. Weil sie in Becken mit vielen ihresgleichen gehalten werden, fangen sie an sich gegenseitig zu beissen. Dadurch ziehen sich einige Schildkroeten Verletzungen zu, die sich wiederum entzuenden koennen oder mit Pilzen befallen. Dies mindert natuerlich auch die Ueberlebenschance dieser Art.

Zerstoerung der Korallenriffe
Korallenriffe bieten den Meeresschildkroeten einen wichtigen Platz zum fressen und erholen. Ausserdem sind sie eine lebendige Barriere fuer die Niststraende. Sri Lankas Korallenriffe sind durch die ganzen Pluenderungen zerstoert worden.

Stranderosion
Durch das Entfernen der Korallenriffe und dadurch des Wegschwemmens des Sandes werden die Niststraende zerstoert.

Strandbauten
Grosse Hotels und Restaurants direkt am Strand verursachen viel Laerm und Licht. Das stoert die nistenden Schildkroetenweibchen. Wenn die Jungen geschluepft sind, koennen sie durch das Licht irritiert werden und krabbeln statt zum Meer, zum Hotel.

Meeresverschmutzung
Die zunehmene Verschmutzung der Meere bedeutet fuer viele Meeresschildkroeten den sicheren Erstickungstod. Die Lederrueckenschildkroete ernaehrt sich hauptsaechlich von Quallen, die Plastiktueten zum Verwechseln aehnlich sehen.

Ausserdem hat eine Krankheit enorm zugenommen, die Tumore in den Schildkroeten herbeifuehrt. Man glaubt, das auch diese Krankheit durch die Verschmutzung entstanden ist. Allerdings ist diese Krankheit in Sri Lanka momentan noch nicht aufgetreten.